Können wir überhaupt noch Urlaub in Spanien machen?

Wer mich ein wenig kennt, weiß, dass ich Spanien über alles liebe. Jedes Jahr besuche ich das Land mindestens ein- oder zweimal. Doch die spanische Regierung zieht die Zügel jetzt deutlich an. So müssen Touristen seit Ende 2024 ihre Identitätsdaten bei Hotels, Autovermietungen und Campingplätzen hinterlegen. Und jetzt zwingt die spanische Regierung Airbnb dazu, sage und schreibe 66.000 Inserate von ihrer Plattform zu entfernen. Können wir bald überhaupt noch nach Spanien reisen?
<h3>Spanien: Sonne, Sangria und… Wohnungsnot?</h3> Wenn wir an Spanien denken, denken wir vielleicht an Andalusien, Sevilla, Strandtage auf Mallorca oder Partys auf Ibiza. Doch dieses großartige Land hat neben der Sonne auch eine Schattenseite: eine massive Wohnungskrise. Bezahlbare Mietwohnungen sind vor allem in beliebten Städten zur Seltenheit geworden. Und der Tourismus – genauer gesagt: die aus dem Ruder gelaufene Ferienvermietung über Plattformen wie Airbnb – spielt dabei eine riesige Rolle. <h3>66.000 Airbnb-Inserate weniger: Spaniens große Säuberung</h3> Die spanische Regierung hat bei Airbnb aufgeräumt. Ganze 66.000 Inserate wurden gelöscht. Die meisten dieser Wohnungen entsprachen nicht den lokalen Gesetzen und verschärften die Wohnungskrise nur noch weiter. Es ist das strengste Vorgehen gegen touristische Vermietung, das Spanien je gesehen hat. Und ganz ehrlich? Es war vielleicht wirklich an der Zeit. <h3>Barcelona: von Traumstadt zur Geistergegend</h3> Die Einwohner Barcelonas sind über diese Entwicklung überglücklich. Hotels gibt es wirklich genug. Was aber fehlt, sind bezahlbare Wohnungen für normale Menschen. Viertel, in denen früher Kinder spielten und ältere Menschen auf Bänken saßen, sind zu Airbnb-Gegenden geworden, in denen früh morgens Rollkoffer über die Pflastersteine rattern. Wohnen ist ein Grundrecht. Kein Geschäftsmodell für Immobilienhaie. <h3>Warum das ein Trend werden kann (und muss)</h3> Der spanische Verbraucherschutzminister brachte es auf den Punkt: <em>„Kein wirtschaftliches Interesse darf wichtiger sein als das Recht auf Wohnraum.“</em> Und mal ehrlich: Das gilt nicht nur für Spanien. Auch Städte wie Lissabon, Paris, Amsterdam und sogar Berlin haben mit demselben Problem zu kämpfen. Eine niederländische Leserin formulierte es treffend: <blockquote><strong>„Das sollte für alle Länder gelten, die mit einer Wohnungskrise zu kämpfen haben.“</strong></blockquote> <h3>Die Zukunft deines Urlaubs: Hotel oder Hostel?</h3> Okay, heißt das jetzt, dass man überhaupt keine Städtereise nach Barcelona & Valencia mehr buchen kann? Auf keinen Fall. Aber man sollte mit weniger günstigen Airbnb-Optionen rechnen. Wähle stattdessen eine legal registrierte Ferienwohnung oder ganz klassisch ein Hotel. Davon gibt es reichlich. <h3>So denken die Menschen darüber</h3> <strong>„Ich komme aus Barcelona und bin soooo froh, dass die Regierung endlich etwas gegen diese Touristenwohnungen unternimmt. Es gibt wirklich genug Hotels. Lasst die Leute bitte dort wohnen, wo sie geboren wurden.“</strong> – <em>Lucía, 34</em> <strong>„Das sollte für alle Länder gelten, die mit einer Wohnungskrise zu kämpfen haben.“</strong> – <em>Anne, Amsterdam</em>
<strong>„Natürlich ist es schade, dass wir nicht mehr in dieser einen gemütlichen Airbnb-Unterkunft schlafen können, aber ganz ehrlich: Es ist aus dem Ruder gelaufen. Diese Städte sind keine Kulissen für Touristen – dort leben echte Menschen.“</strong> – <em>Tom, Spanien-Stammurlauber</em>
<strong>„Ich habe meine Wohnung über Airbnb vermietet. War schon gutes Geld, ja. Aber als ich hörte, dass meine Nachbarin ausziehen musste, weil ihre Wohnung an einen Investor verkauft wurde, hatte das für mich einen bitteren Beigeschmack.“</strong> – <em>Mark, Málaga</em>
<strong>„Deshalb liebe ich Europa! Die Bewohner stehen an erster Stelle. Jeder Gedanke dreht sich darum, ihr Leben zu verbessern.“</strong> – <em>Sophie, Rotterdam</em>
<h3>Ist das nun wirklich das Ende von Airbnb in Spanien?</h3> Wahrscheinlich nicht. Aber es wird sich verändern. Strengere Regeln, mehr Kontrolle und hoffentlich: mehr Balance. Touristen sind willkommen – aber bitte ohne die Städte zu übernehmen. Und ganz ehrlich, ich stimme dem voll und ganz zu. <!– Permalink-Vorschlag: koennen-wir-bald-noch-nach-spanien-reisen –>



