Amayzine

Spaß & Berühmt

Elle gegen Vogue

Es ist wieder so weit. Die Septemberausgaben von ‘den Magazinen’ liegen im Laden oder knallen mit einem ‘wohf’ auf deiner Matte. Das sind die dicksten Ausgaben des Jahres, an denen mit noch mehr Liebe gearbeitet wurde als an allen anderen Ausgaben. Na gut, noch eine Modestrecke dazu, ein noch berühmteres (vorzugsweise) niederländisches Model auf dem Cover, ein weiteres Ziel für das Shooting und die meisten und schönsten Anzeigen.

Amayzine hat die Tradition, bei der wir die größten Modemagazine des Landes, Vogue und Elle oder Harper’s Bazaar (je nachdem, wie unser Hut steht), gegeneinander antreten lassen. Wir ziehen die Messer (schau hier mal, wie es dabei zuging) und Liesbeth brachte extra zu diesem Anlass ihre flache, digitale Küchenwaage mit zur Redaktion. Wie Liesbeth an so ein Ding kam, ist uns bis heute nicht klar, denn Liesbeth ist für viele Dinge bekannt (hier du findest ihre guilty pleasures und das sind eine Menge), aber ihre Kochkünste hat sie immer sehr gut versteckt.

Nun ist meine feste Kampfpartnerin Liesbeth natürlich geflogen. Das Lustige an dieser Geschichte ist, dass Liesbeth jetzt mit ihrer allerersten Kolumne in Elle steht, also ist sie doch noch eine Weile dabei. Glücklicherweise fand ich in Kiki eine würdige Nachfolgerin, die Team Elle mit Hand und Fuß verteidigt. Schnallt euch an, los geht's.

Cover

Ha, das gewinne ich im Schlaf. Vogue hat nämlich Vera van Erp für ihr Septembercover engagiert. Nun ist Vera a) Freundin des Hauses (unseres Hauses also) und b) ein internationales Topmodel niederländischer Herkunft. Auch ein Lob an Team Elle, denn auch sie haben ein niederländisches Model auf dem Cover (das war immer ihre schöne Tradition, aber manchmal kommen sie doch mit einem internationalen Cover um die Ecke, was ich ganz gut verstehe, denn # günstiger, aber ich finde es schade, denn # Tradition), aber dieses Mädchen kommt gerade um die Ecke geschaut und hat noch nicht die Ausstrahlung und das Aussehen von Vera. Aber was nicht ist…

Anzeigen

Sieh mal, das ist nämlich der Korken, auf dem das Magazin schwimmt. Diese schönen Serien müssen schließlich bezahlt werden. Und außerdem sind diese Anzeigen so wunderschön, dass man fast bereit wäre, Geld draufzulegen, um sie in deinem Magazin zu haben. Schau dir zum Beispiel die Herbst-/Winterkollektion von Chanel und Gucci an. Und die von Louis Vuitton. Elle gewinnt diesen Teil, denn sie haben 59 Anzeigen-Seiten gegenüber 53 bei Vogue.

Gegenwert für dein Geld

Oder anders gesagt: die Anzahl der Seiten. Bei Vogue bekommst du 268 Seiten Modevergnügen, bei Elle 228. Auch viel, aber etwas weniger.

Im Bonus

Obwohl ich Team Vogue bin, möchte ich sagen, dass ich wirklich die Editorials von Edine Russel, der Chefredakteurin von Elle, genieße. Wollte ich nur mal loswerden. Kiki lobt die Modereportage von Elle, die in der Amsterdamer Innenstadt fotografiert wurde. Und alle Serien sind selbst geschossen, also nicht eingekauft. Und die Kolumne von Lies natürlich, wie schön für sie. In Vogue steht eine wunderschöne Hommage von Fiona Hering an Bill Cunningham, ein schönes Interview mit Kajsa Ollongren, der stilvollen und stilfesten Stadträtin von Amsterdam. Was uns bemerkenswert erschien, ist, dass Pepijn Lanen (Autor und Sänger von De Jeugd van Tegenwoordig) anscheinend so in seiner Schreibgrube sitzt, dass er sowohl für Vogue als auch für Elle einen Artikel geschrieben hat.

Alles in allem hat die dicke, schwere Vogue (dafür brauchten wir nicht einmal die Waage von Lies) knapp gewonnen. Aber es kommen lange, warme Tage, also würde ich sagen: kauf sie beide.

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