5 Dinge, die du wissen musst, wenn dein Partner trauert
Als mein Vater an den Folgen von Krebs starb, war ich ledig. Ehrlich gesagt, gab es ein gewisses Maß an Eifersucht gegenüber meinen Schwestern, die Männer in ihrem Leben als Unterstützung hatten. Versteh mich nicht falsch; ich gönne ihnen die Welt und freue mich sehr für sie, dass sie sie haben, aber diese Eifersucht, die war schon vorhanden.
Vielleicht hatte ich keinen Partner, aber glücklicherweise hatte ich eine Handvoll Freunde, die die beste Unterstützung für mich waren und es immer noch sind. Wenn du jemals in die Situation kommst, dass jemand stirbt, der deinem Geliebten am Herzen liegt, dann musst du Folgendes über den Trauerprozess wissen:
1. Trauern hat keine Frist
Jeder trauert anders und du kannst absolut keine Zeit daran knüpfen. Ich habe schon einmal gesagt, dass ich den Ausdruck ‘es annehmen’ nicht mag, denn ich finde, dass der Verlust etwas ist, mit dem man täglich umgeht, und natürlich wird es irgendwann weniger, aber vergessen wirst du es nie. Aber merkst du nach einem Monat oder zwei, dass dein Partner aufgrund des Verlustes immer noch nicht normal isst oder schläft und dass es bei der Arbeit auch nicht so gut läuft, dann wird es Zeit einzugreifen. Lass die Person wissen, dass du dir Sorgen machst und dass es vielleicht eine Idee ist, einen Termin mit jemandem zu vereinbaren, der ihm oder ihr bei der Trauer helfen kann.
2. Stille ist Gold wert
Sei vorsichtig mit Aussagen wie ‘Ich weiß, wie du dich fühlst’, auch wenn du es selbst erlebt hast. Jeder erlebt Herzschmerz auf seine eigene, persönliche Weise. Lass die andere Person wissen, dass du für sie da bist. Das kann auch einfach durch eine Umarmung geschehen. Denk daran: Manchmal sprechen Taten lauter als Worte.
3. Wiederholungen sind in Ordnung
Und damit meine ich insbesondere die Person, die einen geliebten Menschen verloren hat. Darüber zu sprechen ist nämlich schön, der Tod muss ansprechbar werden, es ist Teil des Verarbeitungsprozesses. Also stelle weiterhin Fragen, auch wenn du die Antwort schon einmal oder zwanzigmal gehört hast. Hab auch keine Angst zu fragen, wie es mit der Trauer läuft – ob sie ein wenig schlafen kann, ob sie gut isst, stelle Fragen zur Arbeit usw. So kommst du wieder zu Punkt 1, denn wenn die Person angibt, dass es immer noch nicht gut läuft, kannst du andere Schritte unternehmen.
4. Suche ein Ritual zur Heilung
Dafür musst du nicht gläubig sein, es kann auch etwas sein, das ihr gemeinsam erfindet. Gehe mit deinem Partner an einen Ort, der dir am Herzen liegt, schaue Fotos an, zünde eine Kerze an, sogar das Abspielen bestimmter Musik kann der Person vielleicht gut tun. Tu etwas, erfinde etwas und glaub mir: Das hilft der betroffenen Person wirklich.
5. Sei für sie da, auch wenn du den Verstorbenen nicht gekannt hast
Ich verstehe, dass du dich etwas unwohl fühlen kannst, wenn du die verstorbene Person nicht lange gekannt hast. Eine Einäscherung oder Beerdigung kann unangenehm sein, aber vergiss nicht: Du bist als Unterstützung für deinen Geliebten da, nicht für die verstorbene Person. Sei präsent, zeige, dass du da bist, in guten wie in schlechten Zeiten.








